Herzlich empfangen wurde das Turbine-Team vom SV Weser Leteln.
Foto: Aferdita Podvorica
Mit einem 17:0 (11:0)-Kantersieg kehrte der 1. FFC Turbine Potsdam heute Abend von seinem ersten Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung gegen den SV Weser Leteln zurück.
Das Spielgeschehen gegen die in der Bezirksliga aufspielenden Letelner Frauen war entsprechend des Ergebnisses zwar einseitig. Dennoch gewann Trainer Dirk Heinrichs der Begegnung positive Aspekte ab. "Für uns war es vor allem wichtig, unter Wettkampfbedingungen zu spielen und vor allem an unserem Passspiel zu arbeiten", erklärte er nach dem Abpfiff. "Wir haben uns am Anfang das Leben selbst schwer gemacht und einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Nach einer Viertelstunde lief es dann besser, wir haben gut kombiniert und ordentliche Spielzüge gezeigt. In der zweiten Spielhälfte, zum Ende des Spiels hin, haben sich dann zuviele Unkonzentriertheiten eingeschlichen."
Insgesamt siebzehn Mal trafen die Potsdamerinnen ins Gehäuse des Gegners ("das waren teilweise sehr gut herausgespielte Tore", so Heinrichs), während die Potsdamer Torfrauen einen äußerst ruhigen Nachmittag verlebten. Neben dem Spielergebnis war Dirk Heinrichs, der den verhinderten Cheftrainer Bernd Schröder in Minden angemessen vertrat, auch von "dem ganzen Drumherum" des Spiels angetan: "Wir wurden gut empfangen, die Organisation hat gestimmt, die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben und auch für die Zuschauer war die Veranstaltung es eine tolle Sache." Knapp 500 Besucher waren zur Anlage des SV Weser Leteln geströmt, um den Deutschen Frauenfußballmeister live in Aktion zu erleben.
Während die erst am Donnerstag Abend in Potsdam eingetroffene WM-Teilnehmerin und Turbine-Neuzugang Genoveva Anonma das Spielgeschehen ihrer zukünftigen Kolleginnen noch abseits des Platzes verfolgte und sich aufs Autogramme schreiben beschränkte, erzielten unterdessen die "Turbinen" Sandra Starke (5 Tore), Natasa Andonova (4), Inka Wesely (3), Stefanie Draws (2), Kristin Demann, Erica Dillmann und Laura Lindner (1) ingesamt 17 Treffer für die Gäste aus Potsdam. Ihre Premiere im Turbine-Trikot erlebte bei der Partie übrigens mit Torhfrau Ann-Katrin Berger einer der Turbine-Neuzugänge.
Dirk Lohmeier, Trainer des Gastgeberteams, nahm die haushohe Niederlage gelassen hin: "Das kam für uns nicht überraschend. Meine Spielerinnen sollten durch dieses Spiel jedoch einmal sehen, wie Frauenfußball aussehen kann. Für uns alle war es ein tolles Erlebnis." Angekurbelt hatte den freundschaftlichen Vergleich Detlef Vogt, 2. Vorsitzender des SV Weser Leteln. Vogt ist zugleich auch Betriebsleiter der EDEKA Handelsgesellschaft Minden Hannover, welche den 1. FFC Turbine Potsdam bekanntermaßen seit mehreren als verlässlicher Partner intensiv unterstützt.
Die nächsten Testspiele stehen für das Turbine-Team am kommenden Wochenende an. Am 30. Juli (Samstag) um 17 Uhr tritt das Schröder-Team auf dem Sportgelände des VfL Kirchheim/Teck (Jesinger Straße) zu einem freundschaftlichen Vergleich gegen eine Württemberg-Auswahl (Frauen) an. Einen Tag später, am 31. Juli (Sonntag), geht es um 15 Uhr in Braunsbedra (Sachsen/Anhalt) auf dem Sportgelände an der Leipziger Straße gegen die Landesauswahl Sachsens (Frauen).
Turbine Potsdam spielte mit folgender Aufstellung: Berger (46. Mehring) - Ulbrich (46. Göldner), Wiegand, Schlanke - Wesely, Demann, Draws, Braun (63. Lindner) - Dillmann (46. Bast), Starke, Andonova