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News | 10.04.2010 | 00:55 Uhr | 1. Mannschaft

Keine Geheimnisse

Die Champions-League-Halbfinalisten FCR Duisburg und Turbine Potsdam kennen sich genau

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Keine Geheimnisse
Im Champions League Halbfinal-Hinspiel treffen Turbine und der FCR zum dritten Mal innerhalb der letzten drei Wochen aufeinander, hier Josephine Henning (l.) im Duell mit Inka Grings.
Foto: Jan Kuppert
Den Trainerkollegen Martina Voss-Tecklenburg und Bernd Schröder etwas über den Gegner erzählen zu wollen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. „Es gibt keine Geheimnisse“, sagt die Übungsleiterin des Uefa-Cup-Gewinners FCR Duisburg und lächelt vielsagend. „Wir wissen genau, wie der Gegner spielt“, erwidert der Coach des Meisters aus Potsdam.

Wenn sich am Sonntag die zwei besten Frauenfußballvereine Deutschlands in Duisburg im Halbfinalhinspiel der Champions League messen, wird es folglich kaum Überraschungen geben. „Schröder kann keine Spielerinnen aus dem Ärmel zaubern, die wir nicht kennen“, flachst Frau Voss. Die 125-fache Nationalspielerin sieht ihr Team zudem psychologisch im Vorteil. „Wir haben bewiesen, dass wir Potsdam schlagen können und ziehen daraus sehr viel Selbstvertrauen.“ Auch der 7:0-Kantersieg Potsdams gegen den Pokalfinalisten USV Jena habe sie „nicht wirklich überrascht. Jena hat gegengehalten, so lange die Kraft reichte. Die haben nach dem Finaleinzug sicherlich etwas gefeiert“, so die vierfache Europameisterin.

Ob und wie der Kantersieg den „Torbienen“ bei der Verarbeitung der 0:1-Pokalpleite von Duisburg geholfen hat, bleibt abzuwarten. „Tore sind immer gut und geben Selbstvertrauen”, sagt Angreiferin Anja Mittag. Doch ihr Trainer Bernd Schröder ist skeptisch. „Solche Pokalspiele bleiben in der Endkonsequenz immer haften“, grummelt der 67-Jährige. Und: „Der Kopf spielt eine Riesenrolle.“

Weil er mit seiner Prognose vorm Pokalspiel („Es wird einen klaren Sieger geben“) weit daneben gelegen hat, verzichtet der Übungsleiter diesmal auf Tipps. „Alles ist möglich. Ich will nicht spekulieren. Die Tagesform wird entscheiden.“ Ähnlich sieht es Martina Voss. Die 42-Jährige nennt als Schlagworte „Tagesform, Nuancen, Glück, Unglück“. Sie glaube, „dass es in beiden Spielen sehr eng zugehen wird“.

Bleibt die Frage, wer in Duisburg das Turbine-Tor hütet? Desirée Schumann, die gegen Jena zwischen den Pfosten stand? Oder Anna Felicitas Sarholz, die in den drei Partien zuvor das Vertrauen des Trainers genoss? „Es gibt bei uns keine Nummer eins oder Nummer zwei. Ich werde das erst nach dem Abschlusstraining entscheiden“, verkündet Schröder. Gut möglich, dass Frau Voss doch noch überrascht wird.

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