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News | 07.04.2010 | 11:58 Uhr | 1. Mannschaft

"Wir dürfen unseren Vorsprung nicht verspielen"

Bianca Schmidt vor dem Punktspiel gegen den FF USV Jena im Interview

Von Nadine Bieneck


Turbines Abwehrspielerin Bianca Schmidt.
Foto: Jan Kuppert
Vor ihrem Wechsel nach Potsdam besuchte Bianca Schmidt ein Jahr die Sportschule in Jena. Die gebürtige Geraerin freut sich daher ganz besonders auf das Ostderby gegen die Thüringerinnen, erwartet allerdings auch ein schweres Spiel. Warum, das erklärt sie in unserem Interview.

Bianca, heute geht es im Punktspiel gegen den FF USV Jena. Was für ein Spiel erwartest Du?
Ich denke, das wird für uns ein ganz unangenehmes Spiel. Jena spielt immer sehr bissig, da haben wir uns in den vergangenen Spielen nie sonderlich leicht getan. Nach dem Einzug ins Pokalfinale am vergangenen Samstag gegen die SG Essen-Schönebeck wird Jena zudem heute hier mit viel Selbstvertrauen auflaufen.

Was denkst Du ist die Stärke des FF USV Jena?
Die können einfach jederzeit ein Tor machen. Man muss jederzeit konzentriert und auf der Hut sein. Der USV hat mit Genoveva Anonma eine echte Torjägerin in seinen Reihen, die zudem eine ganz unangenehme Gegenspielerin ist. Dazu kommt, dass die Begegnung ein Ostderby ist – da sind beide Seiten immer noch einmal besonders motiviert.

Du hast vor fünf Jahren für eine Saison im Jenaer Sportinternat gelebt und trainiert. Hast Du noch einen besonderen Bezug zu Jena?
Meine Zeit in Jena ist inzwischen ja schon ziemlich lang her und ich fühle mich inzwischen in Potsdam absolut zu Hause. Gegen Jena zu spielen ist allerdings schon etwas besonderes, weil man ja doch noch das ein oder andere bekannte Gesicht wiedertrifft.

Wie sehr steckt die Pokalniederlage gegen den FCR Duisburg am vergangenen Samstag noch in den Köpfen? Was meinst Du, woran hat es gelegen, dass der Sieg diesmal an den FCR ging?
Das Pokalaus ist schmerzhaft. Es war unsere erste Niederlage in dieser Saison, und dann in solch einem wichtigen Spiel – das ist einfach sehr ärgerlich. Wir sind in Duisburg mit der festen Überzeugung in das Spiel gegangen, den Platz als Sieger zu verlassen. Wenn man jedoch keine Tore schießt, kann man solch ein Spiel eben auch nicht gewinnen, Chancen dafür waren ja da. Wir waren im Mittelfeld nicht so präsent, wie man es sein muss, wenn man solch einen Pokalfight gewinnen möchte. Es lief einfach nicht viel zusammen bei uns an dem Tag.

Was denkst Du, welche Auswirkungen hat diese Niederlage auf den weiteren Saisonverlauf für die Mannschaft?
Wenn das Pokalspiel in Duisburg eine Wirkung auf die nun anstehenden Aufgaben haben sollte, dann allenfalls eine positive. Denn das Spiel hat uns auch gezeigt, dass wir uns nicht auf unserem Vorsprung ausruhen dürfen sondern noch konzentrierter arbeiten müssen. Die Einstellung muss stimmen, sonst können wir schnell in eine gefährliche Situation kommen, den Vorsprung, den wir uns hart erarbeitet haben, zu verspielen. In der Champions League treffen wir noch zwei Mal im Halbfinale auf den FCR Duisburg – so wie im Pokal werden wir gegen die Duisburgerinnen nicht noch einmal auftreten. Heute heißt es nun erst einmal, alle Konzentration auf das Punktspiel gegen Jena zu legen. Wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte auf dem Weg zur Titelverteidigung der Meisterschaft in Potsdam behalten und uns damit auch noch einmal Selbstvertrauen für das Champions League Halbfinale am Sonntag in Duisburg holen. Mein ganz persönliches Ziel für das heutige Spiel gegen Jena ist auf jeden Fall, die Null hinten zu halten.

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