FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Foto: Jan Kuppert
Martina Voss- Tecklenburg (43) ist seit zwei Jahren Trainerin des Uefa-Pokal-Siegers FCR Duisburg, der am Mittwoch, 18 Uhr, in Potsdam beim 1. FFC Turbine gastiert. Mit der Ex-Nationalspielerin sprach MAZ-Redakteur Jens Trommer.
MAZ: Turbine Potsdam und der FCR Duisburg werden in den kommenden dreieinhalb Wochen viermal aufeinandertreffen. Das ist für Sie...
Martina Voss: ... und den deutschen Frauenfußball nicht optimal.
Warum?
Voss: Das ist weder für die Fußballerinnen noch den Trainer angenehm, denn vieles wiederholt sich.
Duisburg hat am Samstag in der Bundesliga überraschend gegen den 1. FFC Frankfurt mit 0:2 verloren. Woran lag es?
Voss: Ich weiß nicht, ob es so überraschend war. Es war unsere erste Niederlage seit über einem Jahr. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass die körperliche und geistige Frische fehlten. Frankfurt hat das sehr gut gemacht, sehr kompakt gestanden.
Befürchten Sie mit Blick auf die Liga-Partie am Mittwoch in Potsdam Nachwirkungen?
Voss: Wenn Nachwirkungen, dann hoffentlich positive. Meine Mannschaft hat oft gezeigt, dass sie sich nach einem schwächeren Spiel steigern kann. Wir wollen Potsdam das Leben so schwer wie möglich machen und versuchen, den Platz als Sieger zu verlassen.
Im Vorjahr gab es zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen eine ähnliche Konstellation. Damals gewann Bremen auf der ganzen Linie. Wie wird es diesmal sein?
Voss: Ich sehe Potsdam leicht im Vorteil, hoffe aber, dass Turbine nicht auf der ganzen Linie gewinnt. In der Meisterschaft hat Potsdam die Nase ein wenig vorn, im DFB-Pokal ist alles offen. Dann werden wir sehen, in welche Richtung es geht. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen.