Seit dem Morgen wird im "Karli" gewerkelt.
Foto: Nadine Bieneck
Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, seit dem frühen Morgen wird im "Karl-Liebknecht-Stadion" gewerkelt, um angesichts der Witterungsbedinungen bestmögliche Bedingungen für das Pokalmatch zu schaffen.
So befreien zahlreiche Turbinefans - vielen Dank an dieser Stelle an euch! - seit dem Morgen die Zuschauerränge vom Schnee, werden die Spielfeldlinien durch den Platzwart noch einmal neu und deutlich markiert und wird auch sonst alles getan, um ein bespielbares Stadion herzurichten.
Ab 12 Uhr öffnen die Stadiontore, 13:15 Uhr pfeift Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus das hochbrisante Spiel zwischen dem Vorjahresfinalist und amtierenden deutschen Meister 1. FFC Turbine Potsdam und dem Rekordpokalsieger 1. FFC Frankfurt dann an.
In der Tat ist das Viertelfinalspiel zwischen Potsdam und Frankfurt an Brisanz kaum zu übertreffen. Das Aufeinandertreffen der beiden langjährigen ärgsten Rivalen setzt immer wieder viele Emotionen frei. Der direkte Vergleich der beiden Philosophien, die unterschiedlicher nicht sein können, bewegt die Massen. Deutlich wurde dies bereits im Aufeinandertreffen in der Bundesliga vor gut vier Wochen. Fast 2500 Zuschauer waren ins „Karl-Liebknecht-Stadion“ geströmt und hatten für tolle Stimmung gesorgt. Darauf hoffen die Potsdamerinnen auch für das Pokalmatch. „Wenn soviele Fans und Zuschauer im Stadion sind, die dich alle lautstark anfeuern, motiviert mich das nochmal zusätzlich enorm, man wird richtig gepusht“, appelliert Turbines Goalgetterin Anja Mittag, die im November gegen Frankfurt dann auch drei Treffer zum 4:1-Sieg beisteuerte, an die Brandenburger, Berliner und darüber hinausgehende Frauenfußballfans, zum Pokalfight zahlreich ins „Karli“ nach Potsdam zu kommen.
Die Stimmung im Team der Potsdamerinnen ist gut, berichtet Zietz, alle „Turbinen“ sind bis in die Haarspitzen motiviert und entschlossen, den Einzug ins Halbfinale zu erkämpfen: „Wer ins Finale kommen will, und das wollen wir, der muss jeden Gegner schlagen. Den Anspruch, jeden Gegner zu besiegen, haben wir bei Turbine generell. Ich denke, Frankfurt hat den sehr viel größeren Druck als wir, daher sehe ich dem Spiel mit einem recht guten Gefühl entgegen.“ Zietz weiß, dass der 4:1-Punktspielerfolg vom November „Schnee von gestern“ ist. „Das morgige Spiel fängt bei Null an. Aufgrund der Witterungsbedingungen wird es eine ganz andere Begegnung als in der Liga vor vier Wochen. Ich glaube nicht, dass es diesmal so eine klare Sache wird wie bei dem 4:1, sondern erwarte eher ein ausgeglichenes und sehr schnelles Spiel. Frankfurt hat sicher aus der Begegnung im November gelernt, eine zweite Halbzeit wie damals wird ihnen nicht noch einmal passieren. Uns wird das alles abverlangen, denn im Pokal kann auch in der 92. Minute noch etwas passieren, was spielentscheidend ist. Wir müssen bis zum Abpfiff hochkonzentriert sein und all unser Können abrufen, um das Viertelfinale für uns zu entscheiden“. Auch Zietz wendet sich an die Frauenfußballfans der Region: „Ich hoffe, dass viele Zuschauer uns im Stadion lautstark unterstützen, denn das treibt uns noch einmal zusätzlich an“.
Also, Turbinefans aus Potsdam, Berlin, Brandenburg und der ganzen Region - macht euch auf den Weg ins Stadion und unterstützt die "Turbinen" bei ihrem Vorhaben, den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals 2009/10.
Für all die Frauenfußball-Fans, die es heute nicht live bis ins Stadion schaffen, sei noch gesagt, dass der RBB das Spitzenspiel ab 13:15 Uhr live und in voller Länge überträgt! Davon abgesehen gilt jedoch - die "Turbinen" brauchen vor Ort im Stadion jegliche lautstarke Unterstützung. Also - warm anziehen und ab auf den Weg ins "Karli"!