Kampflustige Finnen: Trainer Marko Saloranta (l.) und Kapitänin Tinja Korpela bei der heutigen Abschlusspressekonferenz.
Foto: Jan Kuppert
16 Spielerinnen hat Marko Saloranta, Trainer des FC Honka Espoo, in den Kader für das Rückspiel des 1/16-Finales gegen den 1. FFC Turbine Potsdam nominiert. Die Finninnen sind gewillt, den desolaten Eindruck aus der Vorwoche mit einer guten Leistung im morgigen Rückspiel vergessen zu machen.
Auf der Abschlusspressekonferenz am heutigen Nachmittag stellte sich neben Saloranta auch Honkas Kapitänin Tinja-Riikka Korpela sowie Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder den Fragen der Medienvertreter. Und die Vertreter des finnischen Meisters präsentierten sich sowohl selbstbewusst als auch kampfeslustig.
"Wir sind hierhergekommen, um eine bessere Leistung als in der vorigen Woche zu zeigen", erklärte Honkas Coach Saloranta sein oberstes Anliegen. "Insbesondere bei eroberten Bällen und Ballbesitz wollen wir besser aufspielen, das hat am vergangenen Mittwoch gar nicht geklappt."
Honkas Kapitänin und Keeperin Korpela, zugleich finnische Nationaltorhüterin, hatte sich am vergangenen Mittwoch acht Mal geschlagen geben müssen. Nach der Klatsche hatte sie erklärt, dieses Ergebnis erst einmal verdauen zu müssen. Von den Journalisten heute danach gefragt erklärte sie: "Ich denke über das Spiel inzwischen jetzt mehr nach. Für mich zählt nur das morgige Spiel, in dem wir eine gute Leistung bringen und zeigen wollen, dass wir auch guten Fußball spielen können."
Die Chancen auf den Einzug ins 1/8-Finale der Champions League stehen nach dem 8:1-Auswärtserfolg im Hinspiel für den 1. FFC Turbine Potsdam ohne Frage bestens. Turbine-Coach Bernd Schröder und seine Mannschaft gehen dennoch mit dem "gebührenden Respekt" in die Begegnung. Zudem sieht sich der Gastgeber seinen Zuschauern verpflichtet: "Nach drei Jahren Pause auf internationalem Parkett erleben wir am morgigen Abend endlich wieder internationalen Fußball im Karl-Liebknecht-Stadion. Wir hoffen auf ein großes Zuschauerinteresse, jede Zahl unter 1000 wäre eine Enttäuschung. Natürlich fühlen wir uns unseren Zuschauern verpflichtet und wollen ihnen guten und attraktiven Offensivfußball präsentieren".
Schröder deutete an, über "einige Umstellungen in der Startelf" nachzudenken. "Wir haben viele gute Spielerinnen, die darauf brennen zu spielen. Sie sollen und müssen ihre Einsatzzeiten bekommen", so der Potsdamer Coach. Klar sei bislang lediglich, dass Anna Felicitas Sarholz, die Turbines Tor in Espoo hütete, nach einem aus Finnland mitgebrachten Infekt nicht spielen wird. Für sie wird die von ihrer im Bundesligaauftaktspiel gegen Saarbrücken erlittenen Verletzung wieder genesene Desirée Schumann zwischen die Pfosten rücken. Wirklich tief in die Karten schauen lassen wollte sich Bernd Schröder nicht: "Wir denken über Umstellungen im Mittelfeld nach, da beispielsweise Nadine Keßler angeschlagen ist. Auch Babett Peter fehlt nach der kräftezehrenden Europameisterschaft, bei der sie alle Spiele bestritten hat, noch die Frische. Wir müssen unseren Spielerinnen auch die notwendigen Ruhephasen zugestehen. Über die Aufstellung entscheiden werden wir allerdings erst morgen. Vielleicht spielen wir am Ende ja doch mit der gleichen Elf wie beim Hinspiel."