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News | 09.06.2008 | 14:30 Uhr | Nachwuchs

Turbines U17-Juniorinnen gewinnen NOFV - Meisterschaft 2008

Ticket für die Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft souverän gelöst

Von Nadine Bieneck

Turbines U17-Juniorinnen gewinnen NOFV - Meisterschaft 2008
NOFV-Meister 2008: (vorn v.l.), K. Heinze, T. Wutzke, T. Misch, A.-F. Sarholz, S. Wiegand, A. Eichmann, L. Diener; (hinten v.l.) J. Theuerkorn, E. Hänsch, S. Starke, T. Kemme, M. Klemme, M. Mack, F. Dorn, M.-L. Bagehorn, L. Zech, C. Carl, B. Stoof
Foto: NOFV
Souverän meisterten die U17-Juniorinnen des 1. FFC Turbine Potsdam am vergangenen Wochenende die Qualifikation für die Zwischenrunde der Deutschen B-Juniorinnen Meisterschaften. Bei den in Berlin ausgetragenen NOFV-Meisterschaften setzten sie sich mit fünf Siegen in fünf Spielen und einer Torbilanz von 20:1 ungschlagen durch und wurden damit NOFV-Meister 2008.

"Die Mädels haben ein Super-Turnier gespielt."Bettina Stoof, Co-Trainerin U17-Juniorinnen

Insgesamt fünf Spiele über jeweils 30 Minuten lagen im Rahmen des Turniers für die bestens eingestellte Mannschaft von Trainerteam Jürgen Theuerkorn und Bettina Stoof. Mit dem SV Hafen Rostock 61 (Mecklenburg-Vorpommern), dem BSV Grün-Weiß Neukölln (Berlin), dem Magdeburger FFC (Sachsen-Anhalt), dem TSV 1869 Sundhausen (Thüringen) und dem Leipziger FC 07 (Sachsen) standen den Potsdamerinnen die B-Juniorinnen-Landesmeister der fünf anderen nord-ost-deutschen Landesverbände gegenüber. Ausgetragen wurde die Meisterschaft auf dem Sportgelände am Grabensprung in Berlin/Marzahn.

Die Turbinen starteten gegen den SV Hafen Rostock 61 ins Wettkampfgeschehen. Sie bestimmten das Spielgeschehen vom An- bis zum Abpfiff, die Rostockerinnen hatten den wie ein Orkan über sie hereinbrechenden „Turbinchen“ nur wenig entgegenzusetzen. Mit Maria Mack, Marie Louise Bagehorn, Laura Diener, Marie Klemme, Sandra Starke, Tabea Kemme und Elisabeth Hänsch konnten sich gleich sieben Potsdamerinnen in die Torschützenliste eintragen, Anna-Felicitas Sarholz blieb mehr oder weniger beschäftigungslos und verbrachte einen ruhigen Turnierauftakt. Zugleich gab das Spiel den Turbinen einen ordentlichen Schub Selbstvertrauen für die weiteren Begegnungen, was sich insbesondere in Hinblick auf das nachfolgende Spiel gegen die Berlinerinnen von Grün-Weiß Neukölln bezahlt machen sollte.

Die verlegten sich nämlich angesichts der Potsdamer Übermacht in deren erstem Turnierspiel auf eine komplett defensive Taktik. Mit nur einer Sturmspitze, aber einer um ein vielfaches verstärkten Abwehrkette wollten sich die Berlinerinnen zum Erfolg mauern. Erwartungsgemäß eine schwierige Aufgabe für die Potsdamerinnen, wie Trainer Jürgen Theuerkorn bereits im Vorfeld angekündigt hatte (wir berichteten). Auch wenn sich das Spielgeschehen fast ausnahmslos in der Neuköllner Hälfte abspielte, bissen sich die Turbinen die Zähne an der vielbeinigen gegnerischen Abwehr aus. Letztendlich führte ein – absolut berechtigter – Foulelfmeter zum knappen 1:0-Erfolg Potsdams, den Marie-Louise Bagehorn eiskalt verwandelte.

In der letzten Partie des ersten Spieltages kam es zum Kräftemessen mit dem Magdeburger FFC. Ungute Erinnerungen an das vergangene Jahr kamen hoch, als die Potsdamerinnen den zuvor serienmäßig gewonnenen Titel den Sachsen-Anhaltinerinnen überlassen mussten und das Turnier als Vizemeister abschlossen. Doch die Kräfteverhältnisse waren in diesem Jahr andere, Turbine kontrollierte Ball und Gegner und zeigte Kombinationsfußball vom feinsten. So fielen denn auch zwangsweise völlig verdient die Tore für die Potsdamerinnen. Marie Klemme traf per Doppelpack, Marie-Louise Bagehorn und Tabea Kemme legten zum 4:0-Endstand nach. Überdies wurden zahlreiche weitere hochkarätige Chancen vergeben, so dass die Magdeburgerinnen am Ende mit dem 4:0-Sieg der Turbinen noch gut bedient waren.

Am Sonntag standen zwei weitere Spiele für das Theuerkorn-Team auf dem Plan. Der Spielplan sorgte für hochkarätige Spannung, denn zunächst traten die Potsdamerinnen gegen den TSV Sundhausen aus Thüringen an, um im finalen Endspiel gegen den bis dato ebenfalls noch ungeschlagenen Leipziger FC 07 den diesjährigen NOFV-Meister zu ermitteln. Mit den Sundhausenerinnen machten die Turbinen kurzen Prozess. Am Ende stand ein deutlicher und überlegener 6:0-Sieg zu Buche, bei dem Sandra Starke (2), Tina Misch, Tabea Kemme und Sandra Wiegand die Treffer erzielten.

So kam es am Ende des Spieltages zum alles entscheidenden Spiel gegen die Leipzigerinnen. Aufgrund der besseren Torbilanz hät
Kapitän Sandra Wiegand nimmt den Meisterschaftspokal in Empfang.
Kapitän Sandra Wiegand nimmt den Meisterschaftspokal in Empfang.
Foto: NOFV
te den Turbinen gar ein Unentschieden zum Meistertitel gereicht, doch die Potsdamerinnen zeigten einen uneingeschränkten Siegeswillen und wollten das Turnier ohne Punktverlust abschließen. Die U17-Juniorinnen des erst im vergangenen Jahr gegründeten und ebenfalls an eine Sportschule angeschlossenen Leipziger FC 07 präsentierten sich stark und so boten sich beide Seiten einen offenen Schlagabtausch. Elisabeth Hänsch legte mit einem fulminanten Distanzschuss aus 20 Metern den Grundstein für den Sieg – unhaltbar für die Torfrau schlug er zum 1:0 zwischen den Pfosten ein. Den einzigen und noch dazu mehr als ärgerlichen Gegentreffer im gesamten Turnierverlauf kassierten die Turbinen bereits wenig später. Die Defensive offenbarte Abstimmungsschwierigkeiten, und so kullerte ein völlig harmloser Ball Richtung Potsdamer Tor. Während die Turbinen dem Ball nur noch nachsehen, reagierte der Gegner reaktionsschnell, eilte selbigem hinterher und versenkte das Leder an der herausgeeilten und zu Boden gegangenen Anna-Felicitas Sarholz zum 1:1-Ausgleich im langen linken Eck. Die Turbinen zeigten jetzt Moral und besannen sich auf ihr Kombinationsspiel, dass schließlich auch zum verdienten Erfolg führte. Sandra Starke schloss schließlich einen der zahlreichen Konter mit dem Siegtreffer zum 2:1 ab.

Damit beendete unser U17-Team das Turnier punktverlust frei und mit einer stattlichen Torbilanz von 20:1 Treffern als neuer NOFV-B-Juniorinnen-Meister 2008. Mehr als zufrieden mit dem Turnierverlauf zeigte sich anschließend auch das Trainerteam. „Die Mannschaft hat ein Super-Turnier gespielt und durchgängig Top-Leistungen gezeigt“, bilanziert Co-Tainerin Bettina Stoof. „Die Mädels haben alle Vorgaben im spielerischen und taktischen Bereich umgesetzt und hervorrgangenden Kombinationsfußball ge

"Das war eine geschlossen starke Mannschaftsleistung."Bettina Stoof, Co-Trainerin U17-Juniorinnen

boten. Der gute Teamgeist der Mannschaft hat ebenfalls dazu beigetragen, dass wir das Turnier als verdienter und überlegener Sieger beendet haben.“

Zu Turbines U17-Team gehörten: Anna-Felicitas Sarholz, Annika Eichmann (beide Tor), Elisabeth Hänsch, Sandra Wiegand, Maria Mack, Maria Mack, Tina Misch, Laura Diener, Marie-Louise Bagehorn, Lisa Zech, Franziska Dorn, Theresa Wutzke, Tabea Kemme, Marie Klemme, Sandra Starke, Karolin Heinze sowie das Trainergespann Jürgen Theuerkorn und Bettina Stoof.

Bereits am kommenden Wochenende steht nun für die Mannschaft die wichtige Zwischenrunde der diesjährigen Deutschen B-Juniorinnen Meisterschaften an. Für die Potsdamerinnen gilt es, weit zu reisen, bereits am frühen Freitag Morgen (13. Juni) macht sich das Team auf den Weg ins hessische Neu-Isenburg, wo bereits am Nachmittag das erste Spiel ansteht. Gegner in der Potsdamer Gruppe A sind mit dem FCR Duisburg (Sieger der Westdeutschen Meisterschaft), dem KSV Holstein Kiel (Sieger Norddeutsche Meisterschaften) und der SG Wattenscheid 09 (Zweitplatzierter der Westdeutschen Meisterschaft) drei hochkarätige Teams, die es zu schlagen gilt, um das gesteckte Ziel zu erreichen. „Natürlich wollen wir den Einzug ins Finale schaffen“, erklärt Trainer Jürgen Theuerkorn. „Als fünffacher Deutscher Meister müssen wir diesen Anspruch an uns selbst haben.“ Zum Auftakt treffen die Potsdamerinnen auf die SG Wattenscheid 09 (13. Juni, 18:30 Uhr). Am Samstag kommt es um 16 Uhr zum Spitzenduell gegen den FCR Duisburg, dem die Potsdamerinnen im Vorjahr den Finalplatz hatten abtreten müssen. Zum Abschluss der Zwischenrunde geht es am Sonntag um 10:30 Uhr gegen den KSV Holstein Kiel. Alle Spiele werden im Sportpark von Neu-Isenburg ausgetragen.

In der Gruppe B der Zwischenrunde treffen mit dem FC Bayern München, dem 1. FFC Frankfurt, dem TuS Wörrstadt und dem Leipziger FC 07 vier weitere Spitzen-Nachwuchsteams im Kampf um den zweiten Finalplatz aufeinander. Diese Runde wird im brandenburgischen Kienbaum ausgetragen. Wer also Interesse an hochqualitativem Mädchenfußball hat, sollte sich diesen Termin vor praktisch der brandenburgischen Haustür nicht entgehen lassen.

Das Endspiel der Deutschen Meisterschaft ist bereits für das darauffolgende Wochenende am 22. Juni 2008 terminiert.

Hier noch einmal der Spielplan für die Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft am kommenden Wochenende im Überblick:

Gruppe A:


Freitag, 13. Juni 2008 (Stadion im Sportpark Neu-Isenburg)
17.00 Uhr FCR Duisburg - Holstein Kiel
18.30 Uhr Turbine Potsdam - SG Wattenscheid 09

Samstag, 14. Juni 2008 (Stadion im Sportpark Neu-Isenburg)
16.00 Uhr FCR Duisburg - Turbine Potsdam
17.30 Uhr Holstein Kiel - SG Wattenscheid 09

Sonntag, 15. Juni 2008 (Stadion im Sportpark Neu-Isenburg)
10.30 Uhr SG Wattenscheid 09 - FCR Duisburg
10.30 Uhr Holstein Kiel - Turbine Potsdam

Gruppe B:

Freitag, 13. Juni 2008 (Bundesleistungszentrum Kienbaum)
17.00 Uhr TuS Wörrstadt - Bayern München
18.30 Uhr Leipziger FC - 1. FFC Frankfurt

Samstag, 14. Juni 2008 (Oderbruchstadion SV Viktoria Seelow)
15.00 Uhr TuS Wörrstadt - Leipziger FC
17.00 Uhr Bayern München - 1. FFC Frankfurt

Sonntag, 15. Juni 2008
10.30 Uhr 1. FFC Frankfurt - TuS Wörrstadt (in Straußberg)
10.30 Uhr Bayern München - Leipziger FC (in Fürstenwalde)




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