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News | 29.07.2012 | 17:57 Uhr | 1. Mannschaft |

Torreiches Testspielwochenende in Oberlind und Leipzig


Von Nadine Bieneck

Torreiches Testspielwochenende in Oberlind und Leipzig
Zahlreiche Turbinefans waren nach Leipzig gereist und verfolgten das Testspiel der "Turbinen", hier Lisa Evans (l.), gegen RB Leipzig.
Foto: Jan Kuppert
Mit einer Gesamtbilanz von 33:8 Toren kehrt der Deutsche Meister Turbine Potsdam von einem Doppelspiel-Wochenende zurück nach Potsdam. Zunächst testeten die „Torbienen“ am Samstagnachmittag gegen Landesligist SC 06 Oberlind (Frauen), am heutigen Sonntagnachmittag kam es zum Vergleich mit den A-Junioren von RB Leipzig.

Das 20-jährige Bestehen des Frauenteams vom SC 06 Oberlind war Anlass des gestrigen freundschaftlichen Vergleichs mit den „Turbinen“ für die Thüringerinnen. In Sonneberg ließen die „Torbienen“ vom Anpfiff hinweg nichts anbrennen und erzielten eine 32:1 (16:0)-Kantersieg. Natasa Andonova (5), Genoveva Anonma (5), Patricia Hanebeck (3), Stefanie Draws (2) und Sara Doorsoun-Khajeh trafen im ersten Durchgang. Lidija Kulis (5), Sandra Starke (2), Erica Dillmann (2), Sara Doorsoun-Khajeh (2), Stefanie Draws, Heleen Jaques, Jennifer Cramer, Stefanie Mirlach und Wibke Meister schraubten das Ergebnis nach dem Seitenwechsel weiter in die Höhe. Durch einen Konter kurz vor Spielende und zu inkonsequentes Verteidigen seitens der Gäste aus Potsdamerinnen kamen die Platzherrinnen in der 85. Spielminute gar noch zu ihrem Ehrentreffer. Am Ende hieß es 32:1 aus Sicht der „Turbinen“. „Wir wollten das Augenmerk vor allem auf das Passspiel und unser Offensivspiel legen, Laufbereitschaft sehen und den Gegner damit auch ordentlich unter Druck setzen“, bilanzierte Co-Trainer Dirk Heinrichs nach Spielende. „Die ersten Spielminuten waren wir da selbst unser größter Gegner. Man hat gemerkt, die Beine sind von den letzten Trainingswochen doch müde und schwer. Aber nach einigen Minuten hat sich das eingepegelt und dann haben wir das ordentlich gemacht, die Mannschaft gut gespielt. In der zweiten Halbzeit lief der Ball dann sowieso, hinzu kam, dass der Gegner dann auch stehend k.o. war.“ Eine tolle Kulisse von 1157 Zuschauern verfolgte das Geschehen in Sonneberg, „das war top organisiert, die Stimmung war gut, die Gastgeber haben sich viel Mühe gegeben, es hat Spaß gemacht, da zu sein“, so Heinrichs.

Turbine Potsdam spielte gegen den SC 06 Oberlind mit folgender Aufstellung: Naeher (46. Berger) – Singer (46. Wiegand), Mirlach, Kemme (46. Jaques) – Draws, Hanebeck (46. Cramer), Winters (46. Meister), Doorsoun-Khajeh – Anonma (46. Dillmann), Evans (46. Starke), Andonova (46. Kulis)

Da bereits am heutigen Sonntagnachmittag der nächste Test für die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder anstand, nächtigten die Potsdamerinnen in Thüringen, ehe sie sich am heutigen Vormittag auf den Weg nach Leipzig machten. Dort stand für das Turbine-Team im Rahmen eines Sport- und Dorffestes anlässlich des 100-jährigen Bestehens der SG Leipzig-Bienitz der nächste Vergleich an. Gegner waren diesmal die in der Regionalliga aufspielenden A-Junioren von RB Leipzig und somit ein Gegner von ganz anderem Kaliber als noch am Vortag. Gegen die körperlich überlegenen Gegner waren die Potsdamerinnen vor allem defensiv durchgängig gefordert und unterlagen am Ende mit 1:7 (0:2). Vor einer starken Kulisse zeigten die „Turbinen“ ein „gutes Spiel, vor allem in der ersten Halbzeit“, so das Fazit von Co-Trainer Dirk Heinrichs. „Wir haben defensiv kompakt gestanden, die Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt und viel Laufaufwand betrieben. Trotzdem haben wir auch versucht, nach vorn zu spielen und dabei ein paar gute Aktionen gehabt. Nach der Pause haben wir defensiv dann nicht mehr so konzentriert gespielt und hinten die Löcher nicht mehr gestopft. Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Spiel zufrieden, wir haben uns gut präsentiert und gut gearbeitet.“ Die Gegentore fielen im ersten Durchgang nach zwei Standards, so zunächst nach einem Eckball (10.) sowie einem Freistoß (30.). Kurz darauf sah der Leipziger Torhüter für eine Notbremse an der vorbeigezogenen Natasa Andonova von Schiedsrichterin Christine Weigelt die rote Karte (38.). Nach dem Seitenwechsel leitete Kapitänin Tabea Kemme mit einem Fehlpass nach einem Abstoß das 0:3 ein (62.), ehe RB Leipzig mit einem trockenen 18-Meter-Schuss auf 4:0 davon zog (66.). Sowohl das 5:0 als auch das 6:0 und 7:0 fielen nach einem Alleingang und anschließend eingeschobenem Torabschluss (70., 73., 85.). Kurz vor Spielende stellte Lidija Kulis nach einem Steilpass von Patricia Hanebeck schließlich den 1:7-Endstand her (88.). „Unterm Strich sind wir mit einer Gesamtbilanz von 33:8 Treffern aus diesem Testspielwochenende rausgekommen“, so Heinrichs. In Leipzig hatten sich unter die Kulisse auch zahlreiche Turbinefans gemischt, die unter anderem eigens mit einem gecharterten Turbine-Fanbus nach Leipzig gereist waren. „Die Unterstützung war schon klasse, unsere Fans haben mächtig für Stimmung gesorgt“, freute sich der Potsdamer Coach.

Turbine Potsdam spielte gegen RB Leipzig mit folgender Aufstellung: Sarholz (46. Naeher) – Singer, Mirlach, Kemme (64. Jaques) – Draws, Hanebeck, Winter, Doorsoun-Khajeh (46. Cramer) – Anonma (80. Meister), Evans, Andonova (46. Kulis)

Der nächste Test steht für die „Turbinen“ bereits am kommenden Mittwoch, den 1. August 2012 an. 18:00 Uhr misst sich die Mannschaft von Bernd Schröder dann mit dem Friedrichshagener SV 1912 (Kreisliga Männer).


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